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Insights

Marketing-Agentur oder eigene Content-Lösung: Was der Kostenvergleich über drei Jahre zeigt

Ein Monatsvergleich verzerrt. Erst über drei Jahre sehen Sie, was Agenturhonorare summieren und was von einem eigenen Redaktionssystem übrig bleibt: ein Blog, der Ihnen gehört, oder eine Kündigungsfrist.

Dawid SochackiVeröffentlicht am Aktualisiert am 4 Min Lesezeit
Marketing-Agentur vs. eigene Content-Lösung: Kostenvergleich über 3 Jahre für Seeheim-Jugenheim

Über drei Jahre gerechnet ist eine Content-Lösung, die Ihnen gehört, in den meisten Fällen günstiger als eine Marketing-Agentur, weil laufende Honorare gegen einen einmaligen Aufbau plus Betrieb stehen. Der wichtigere Unterschied steht aber nicht in der Kostentabelle: Nach drei Jahren besitzen Sie im einen Fall ein System mit Inhalten, im anderen eine Kündigungsfrist.

Warum drei Jahre der richtige Zeitraum sind

Ein Monatsvergleich verzerrt. Eine Agentur ist im ersten Monat billiger, weil kein Aufbau anfällt; ein eigenes System ist im ersten Monat teurer und danach jeden Monat günstiger. Erst über drei Jahre sehen Sie beides: die Summe der Honorare und den Wert dessen, was am Ende bleibt. Rechnen Sie deshalb nicht mit Monatspreisen, sondern mit der Frage, was Sie nach sechsunddreißig Monaten in der Hand haben.

Marketing-Agentur: laufende Kosten, kein Eigentum

Bei einer Agentur zahlen Sie ein monatliches Honorar für Texte, Suchmaschinenoptimierung und Abstimmung, dazu meist die Werkzeuge, mit denen die Agentur arbeitet. Diese Kosten fallen an, solange der Vertrag läuft, und sie steigen mit jedem zusätzlichen Kanal. Nach dem Vertragsende gehören Ihnen die veröffentlichten Texte, aber nicht das Wissen darüber, warum welche Themen gewählt wurden, nicht die Werkzeuge und nicht der Ablauf. Wechselt bei der Agentur die zuständige Person, beginnt die Einarbeitung von vorn, auf Ihre Rechnung.

Content-Tool statt Abo selbst besitzen: Was nach drei Jahren übrig bleibt

Bei einer eigenen Lösung zahlen Sie einmal für Aufbau und Einrichtung, danach einen Betrag für Betrieb, Modellkosten und Wartung. Über drei Jahre liegt diese Summe in den meisten Konstellationen deutlich unter dem Agenturhonorar. Entscheidend ist, was danach da ist: ein Redaktionsmodul in Ihrer eigenen Website, das Ihre Zielgruppen und deren Schmerzpunkte kennt, Ideen und aktuelle Anlässe sammelt, Artikel mit Briefing, Lektorat und Bild schreibt, sie von einem Menschen freigeben und einplanen lässt, im Blog und auf LinkedIn veröffentlicht und misst, ob Menschen, Suchmaschinen oder KI-Modelle lesen. Die Artikel liegen in Ihrer Datenbank. Kündigen Sie den Betrieb, bleibt der Blog online. So arbeitet die dataso Content Engine; das Prinzip gilt für jede Lösung, die Sie statt eines Abos besitzen.

Der Posten, den beide Modelle brauchen: Ihr Fachwissen

Weder Agentur noch System schreiben aus dem Nichts. Eine Agentur braucht Interviews mit Ihren Fachleuten, ein System braucht ein Firmenprofil, Zielgruppen und freigegebene Belege. In beiden Fällen kostet das Zeit bei Ihnen. Der Unterschied: Beim eigenen System bleibt dieses Wissen strukturiert im Haus und wird mit jedem Artikel besser nutzbar. Bei der Agentur liegt es in den Notizen des Texters.

Die Rechnung ohne Beträge, dafür mit Struktur

Stellen Sie für beide Modelle drei Spalten auf: Einmalkosten, laufende Kosten je Monat mal sechsunddreißig, und Wert am Ende. In der Agenturspalte steht in der ersten Zeile wenig, in der zweiten viel, in der dritten fast nichts. In der Systemspalte steht in der ersten Zeile mehr, in der zweiten deutlich weniger, und in der dritten ein Blog mit Artikeln, die weiter gefunden werden, plus ein Ablauf, der ohne Sie weiterläuft. Setzen Sie Ihre eigenen Angebote ein; die Struktur der Rechnung ändert sich dadurch nicht.

Wann die Agentur trotzdem die bessere Wahl ist

Wenn Sie eine Kampagne für ein Quartal brauchen, ein Produkt einführen oder niemanden im Haus haben, der Artikel freigeben kann, ist eine Agentur die richtige Antwort. Ein eigenes System lohnt sich, wenn Sie über Jahre regelmäßig Fachinhalte veröffentlichen wollen und eine Person eine Stunde pro Woche für Freigaben hat. Fehlt diese Person, hilft auch das beste System nicht.

Holen Sie das aktuelle Angebot Ihrer Agentur oder die letzte Jahresrechnung hervor und tragen Sie die drei Spalten ein. Mit dieser Rechnung buchen Sie den Potenzial-Check: eine halbe Stunde, kostenlos, und wir rechnen die Systemspalte für Ihr Unternehmen dagegen, auch mit dem Ergebnis, dass die Agentur bleiben sollte.

  • Marketing- & Kommunikationsverantwortliche

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