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Insights

Warum wir auf STACKIT setzen: Unsere souveräne Cloud für KI-Systeme in Deutschland

Nicht die Technik unterscheidet STACKIT von den Hyperscalern, sondern der Eigentümer. Was wir dort betreiben, was uns im Alltag aufgefallen ist und wo die Grenzen liegen.

Dawid SochackiVeröffentlicht am Aktualisiert am 4 Min Lesezeit
Warum wir auf STACKIT setzen: Ein Blick hinter die Kulissen unserer souveränen Cloud-Infrastruktur

Wir betreiben Kundensysteme und eigene Produkte auf STACKIT, der Cloud der Schwarz-Gruppe, weil dort Betreiber, Rechenzentrum und Vertrag demselben Rechtsraum unterliegen. Für Sie als Datenschutz- oder Compliance-Verantwortliche ist das der Punkt, an dem eine Abwägung zum Drittlandtransfer gar nicht erst nötig wird.

Was STACKIT ist und warum der Betreiber zählt

STACKIT ist eine Cloud-Plattform eines deutschen Konzerns mit Rechenzentren in Deutschland und Österreich, nach Angaben des Anbieters. Der Unterschied zu den großen US-Anbietern liegt nicht in der Technik, sondern im Eigentümer: Ein US-Unternehmen kann durch US-Gesetze wie den CLOUD Act zur Herausgabe von Daten verpflichtet werden, auch wenn das Rechenzentrum in Frankfurt steht. Bei einem europäischen Betreiber entfällt dieser Zugriffsweg. Für Kunden aus regulierten Branchen, die uns fragen, wo ihre Daten liegen und wer darauf zugreifen kann, ist das eine Antwort ohne Fußnote.

KI-Daten in der EU verarbeiten: Was STACKIT dafür liefert

Für KI-Systeme brauchen wir Container-Orchestrierung für die Anwendungen, Rechenleistung für Inferenz und einen Speicher, der Prompts, Antworten und Audit-Einträge sicher hält. STACKIT liefert Kubernetes, GPU-Instanzen und verwaltete Datenbanken auf Basis offener Standards. Für uns heißt das: Ein Sprachmodell, das Kundendokumente liest, läuft in einem Cluster in Deutschland, und die Protokolle, mit denen wir Entscheidungen des Systems nachvollziehbar machen, liegen daneben statt bei einem dritten Anbieter. Wo ein Kunde ein großes externes Modell braucht, bleibt die Vorverarbeitung in diesem Cluster, und nur das Nötige geht nach außen. Wann sich dieser Aufwand lohnt und wann nicht, beschreibt der Artikel KI-Daten in der EU verarbeiten.

Was wir im Betrieb gelernt haben

Die Umstellung unserer Bereitstellungsketten war unspektakulär, weil die Schnittstellen den offenen Standards folgen, mit denen wir ohnehin arbeiten. Der Support ist in unserer Erfahrung erreichbar und spricht Deutsch; bei einer Störung hatten wir zügig einen Ingenieur am Telefon statt eines Ticketsystems. Die Kosten lagen für unsere Lasten unter denen der vorherigen Lösung, was aber von der Art der Last abhängt und keine allgemeine Aussage ist.

Ehrlich gehört dazu: Das Dienstportfolio ist kleiner als bei den Hyperscalern. Wer auf einen speziellen verwalteten Dienst angewiesen ist, den es dort nicht gibt, muss ihn selbst betreiben oder anders lösen. Für die Anwendungen, die wir für den Mittelstand bauen, hat uns das bislang nicht eingeschränkt.

Wie sich STACKIT von anderen europäischen Anbietern unterscheidet

Es gibt mehrere europäische Anbieter, und für viele Anwendungen sind sie austauschbar. Für uns sprechen bei STACKIT die Größe des Betreibers, der Betrieb kritischer Handelssysteme im eigenen Konzern und dedizierte Umgebungen für besonders sensible Lasten. Prüfen Sie Zertifizierungen und Standorte immer in der aktuellen Dokumentation des Anbieters; wir zitieren hier bewusst keine Liste, die in einem Jahr veraltet ist.

Häufige Fragen

Ist STACKIT für kleinere Unternehmen sinnvoll? Ja. Abgerechnet wird nach Nutzung, ein Mindestumsatz ist uns nicht begegnet. Eine kleine Anwendung startet mit wenigen Containern und wächst mit.

Lassen sich bestehende Systeme von AWS oder Azure migrieren? Meist ja, wenn die Anwendung auf Kubernetes, Terraform oder anderen offenen Standards aufsetzt. Der Aufwand hängt daran, wie viele proprietäre Dienste des alten Anbieters im Spiel sind.

Wie ist die Leistung im Vergleich? Für unsere Lasten vergleichbar. Belastbare Zahlen bekommen Sie nur aus einem Test mit Ihrer eigenen Anwendung, nicht aus einem Blogartikel.

Was ändert sich für Kunden im Vertrag? Der Speicherort steht als deutsche oder österreichische Region im Vertrag, der Betreiber sitzt in der EU, und die Auftragsverarbeitung kommt ohne Standardvertragsklauseln für Drittländer aus.

Schreiben Sie Ihre KI-Anwendungen untereinander und notieren Sie zu jeder, wo das Modell läuft, wo die Protokolle liegen und wem der Betreiber gehört. Wo eine Antwort fehlt, ist der Ansatzpunkt. Mit dieser Liste klären wir im Potenzial-Check in einer halben Stunde kostenlos, welche Anwendung in eine souveräne Cloud gehört und welche bleiben kann, wo sie ist.

  • Compliance & KI-Governance

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