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Excel-Tabellen im Handwerk: Die versteckten Kosten der Schatten-IT

Excel ist gratis, bis man nachrechnet. Wo Maler- und Stuckateurbetriebe mit Tabellen wirklich Geld verlieren und warum sie beim Wachsen zum Flaschenhals werden.

Dawid SochackiVeröffentlicht am Aktualisiert am 4 Min Lesezeit
Schatten-IT im Handwerk: Warum Ihre Excel-Tabellen teurer sind als Sie denken

Excel-Tabellen kosten in der Anschaffung nichts, und genau deshalb merkt niemand, was sie im Betrieb kosten. Für einen Maler- oder Stuckateurbetrieb mit vollen Auftragsbüchern sind sie die Stelle, an der Wachstum hängen bleibt: Jede neue Kolonne bedeutet eine neue Tabelle, und jede Tabelle einen Menschen, der sie pflegt.

Was Schatten-IT ist und warum sie Handwerksbetriebe besonders trifft

Schatten-IT sind Programme, Dateien und Ablagen, die ohne Wissen oder Entscheidung der Geschäftsführung im Betrieb laufen. Im Handwerk entsteht sie nicht aus Ungehorsam, sondern aus Hilfsbereitschaft: Ein Mitarbeiter legt eine Excel-Liste für Stundenzettel an, ein anderer schreibt Materialbestellungen auf Zettel, der Chef pflegt eine eigene Kalkulationstabelle. Alle meinen es gut, keiner kennt die Tabelle des anderen. Besonders trifft es Betriebe, in denen die Aufträge schneller wachsen als das Büro. Dort ist Excel die einzige Software, die sofort da ist.

Die versteckten Kosten von Excel-Tabellen

Die Kosten stehen auf keiner Rechnung, deshalb lohnt es sich, sie einmal aufzuschreiben. Da ist der Fehler in der Formel, der eine Rechnung zu niedrig macht und den niemand findet, weil Excel keine Revisionshistorie hat. Da ist die veraltete Version, mit der ein Angebot kalkuliert wurde, weil zwei Kopien der Datei im Umlauf waren. Da ist die Stunde am Abend, in der der Inhaber Zettel abtippt, statt Angebote zu schreiben. Ein Malerbetrieb aus Südhessen hat uns erzählt, dass doppelte Eingaben und fehlerhafte Rechnungen ihn über das Jahr einen Betrag gekostet haben, für den er einen Gesellen hätte einstellen können. Gesehen hat er das erst, als er nachgerechnet hat.

Haftung, Datenschutz, Datenverlust

Excel-Dateien mit Kundenadressen und Zahlungsdaten liegen oft auf einem Laptop, ohne Zugriffsschutz und ohne Sicherung. Für personenbezogene Daten verlangt die DSGVO Schutzmaßnahmen, die eine Tabelle auf dem Schreibtischrechner nicht bietet, und bei einem Verstoß haftet der Inhaber. Der Datenverlust ist der häufigere Fall: Ein Stuckateurbetrieb musste nach einem Festplattendefekt alle laufenden Aufträge neu erfassen, aus Erinnerung und Papier, über Wochen. Eine Sicherung hätte einen Nachmittag gekostet.

Warum Excel das Wachstum bremst

Solange der Betrieb klein ist, reicht eine Tabelle. Sobald mehr Aufträge, Mitarbeiter und Kunden dazukommen, wird die Verwaltung zum Flaschenhals: doppelte Eingaben, keine aktuelle Übersicht, Abstimmungen per Zuruf. Ein Malerbetrieb berichtete, dass er Aufträge abgelehnt hat, weil er nicht wusste, ob in drei Wochen eine Kolonne frei ist. Nicht, weil keine frei war. Weil es niemand sehen konnte.

Prozesse digitalisieren statt Excel weiterzupflegen: der Ausweg

Die Alternative ist keine große Software, die den Betrieb zwingt, seine Abläufe umzustellen. Es ist eine Anwendung, die den Ablauf des Betriebs abbildet: Stunden werden auf der Baustelle erfasst, die Rechnung entsteht daraus, der Materialbestand aktualisiert sich. Ob dafür eine fertige Branchensoftware genügt oder eine eigene Web-Anwendung nötig ist, hängt davon ab, wie sehr Ihr Ablauf vom Standard abweicht. Wir bei dataso bauen die eigene Variante für Betriebe in Rhein-Main und Rhein-Neckar, von der Bestandsaufnahme bis zum Betrieb, mit Daten und Code beim Kunden.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich Schatten-IT in meinem Betrieb?

Mehrere Tabellen für denselben Zweck, doppelte Eingaben, keine zentrale Übersicht über Aufträge und Mitarbeiter, Abstimmungen per Zuruf. Wenn ein Kundenanruf mit dem Öffnen einer Excel-Datei beginnt, haben Sie welche.

Welche Kosten verursachen Excel-Tabellen konkret?

Fehler bei manueller Eingabe, doppelte Erfassung, verlorene Stundenzettel, veraltete Versionen und die Zeit fürs Abtippen. Rechnen Sie es für Ihren Betrieb nach: Wer tippt wie lange, und was ist diese Stunde wert.

Welche rechtlichen Risiken gibt es?

Personenbezogene Daten in ungesicherten Dateien verstoßen gegen die DSGVO. Ohne Sicherung droht Datenverlust mit Haftungsfolgen gegenüber Kunden.

Was kostet eine professionelle Lösung?

Das hängt vom Umfang ab und lässt sich erst nach einer Bestandsaufnahme seriös sagen. Die Frage dahinter ist die wichtigere: Was kostet Excel Sie heute im Jahr?

Ihr nächster Schritt

Rechnen Sie einmal nach: Wer im Betrieb tippt wie viele Stunden pro Woche Daten ab, die schon irgendwo stehen, und was kostet diese Stunde. Mit dieser Zahl buchen Sie den kostenlosen Potenzial-Check, eine halbe Stunde, in der wir gemeinsam prüfen, welche Tabelle als erste durch etwas Verlässliches ersetzt wird.

  • Fachbereichs- und Prozessverantwortliche

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