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Insights

Von der Zettelwirtschaft zur digitalen Baustelle: Arbeitszeiten und Material direkt vor Ort erfassen

Am Freitag fehlen die Zettel von Dienstag. Wie SHK-Monteure Zeiten und Material auf dem Smartphone erfassen, warum die App ohne Netz funktionieren muss und wie die Einführung gelingt.

Dawid SochackiVeröffentlicht am Aktualisiert am 3 Min Lesezeit
Von der Zettelwirtschaft zur digitalen Baustelle: So gelingt die Echtzeit-Erfassung von Arbeitszeiten und Material

Die digitale Baustelle beginnt mit einer einfachen Änderung: Monteure erfassen Arbeitszeit und Material dort, wo sie anfallen, auf dem Smartphone statt auf dem Zettel. Für SHK-Betriebe heißt das weniger Nachpflege im Büro, weniger Fehler und Rechnungen, die am Tag der Leistung rausgehen können.

Warum die Zettelwirtschaft im SHK-Handwerk teuer ist

Stundenzettel gehen verloren, Materiallisten sind unvollständig, und im Büro tippt jemand alles noch einmal ab. Jede Übertragung ist eine Fehlerquelle, jeder Tag zwischen Leistung und Rechnung kostet Liquidität. Für die Einsatz- oder Serviceleitung ist es die bekannte Situation: Am Freitag fehlen die Zettel von Dienstag, und der Monteur weiß nicht mehr, welche Fittings er verbaut hat.

Die Lösung: Erfassung auf der Baustelle

Eine mobile App verbindet Monteure und Büro. Der Monteur scannt den Barcode des Materials, trägt seine Zeit ein, fotografiert den Einbau und lässt den Kunden auf dem Gerät unterschreiben. Ein Heizungsinstallateur erfasst nach dem Einbau einer Wärmepumpe Komponenten und Stunden direkt vor Ort. Im Büro ist der Auftrag abrechenbar, ohne dass jemand nachpflegt.

Field Service App offline nutzen: Echtzeit heißt nicht Dauerverbindung

Im Heizungskeller, im Neubau ohne Anschluss und in manchem Ortsteil gibt es kein Netz. Eine App für die Baustelle muss deshalb offline funktionieren: Einträge werden auf dem Gerät gespeichert und synchronisiert, sobald wieder Verbindung besteht. „Echtzeit“ bedeutet: Die Daten sind da, sobald der Monteur die Baustelle verlässt, nicht erst am Freitag. Prüfen Sie diese Fähigkeit vor allem anderen; eine App, die ohne Netz nichts speichert, wird auf der Baustelle nicht benutzt. Zweite Voraussetzung ist die Anbindung an Ihr ERP- oder Buchhaltungssystem über eine offene Schnittstelle, sonst entsteht die nächste Insel.

So führen Sie die mobile Erfassung ein

Bestandsaufnahme

Welche Daten fallen auf der Baustelle an: Arbeitszeiten, Material, Maschinenstunden, Fotos, Unterschriften? Wo geht heute die meiste Zeit verloren?

Software wählen

Einfache Bedienung mit Handschuhen und dreckigen Fingern, Offline-Fähigkeit, Schnittstelle zum Bestandssystem. Die Software passt sich Ihrem Ablauf an, nicht umgekehrt.

Monteure einweisen

Kurz und am Gerät. Zeigen Sie, was der Monteur davon hat: kein Zettel, keine Rückfragen aus dem Büro, Stundenzettel automatisch.

Pilot und Rollout

Ein Team oder eine Baustelle zuerst, Rückmeldungen einsammeln, dann alle Teams. Und die Papierzettel danach abschaffen, sonst laufen beide Wege weiter. Wie die Einführung ohne Widerstand gelingt, steht in So führen Sie eine Handwerker-App ein.

Beispiel: Sanitärbetrieb stellt um

Ein Sanitärbetrieb mit rund einem Dutzend Beschäftigten stellte von Zetteln auf eine mobile App um. Die Verwaltungszeit im Büro sank spürbar, die Materialerfassung wurde vollständiger, weil nichts mehr aus dem Gedächtnis nachgetragen wurde. Die Monteure akzeptierten die App schnell, weil sie keine doppelten Eingaben mehr machen mussten.

Häufige Fragen

Geht die Erfassung ohne Internet?

Ja, wenn die App offline-fähig ist. Daten werden zwischengespeichert und automatisch synchronisiert. Fragen Sie das vor dem Kauf konkret ab.

Wie lange dauert die Umstellung?

Die Software ist schnell eingerichtet; die Umstellung aller Abläufe inklusive Einweisung braucht einige Wochen.

Welche Daten sollten auf der Baustelle erfasst werden?

Mindestens Arbeitszeiten, Material, Maschinenstunden und Kundenunterschrift. Fotos vom Fortschritt und Mängelnotizen sind sinnvoll, weil sie spätere Diskussionen ersparen.

Lässt sich die App an das ERP-System anbinden?

Ja, wenn beide Seiten eine offene Schnittstelle haben. Lassen Sie sich das vom Anbieter vor dem Kauf bestätigen.

Nehmen Sie eine Woche lang die Zettel, die zu spät oder unvollständig im Büro ankommen, und bringen Sie sie mit. Im kostenlosen halbstündigen Potenzial-Check zeigen wir, wie eine mobile Erfassung für Ihre Abläufe aussähe und ob eine Standard-App reicht: Potenzial-Check buchen

  • Fachbereichs- und Prozessverantwortliche

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