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Betrieb und Hosting
Was zum Betrieb einer Web-Anwendung gehört: Hosting, Updates, Backups mit geprüfter Wiederherstellung, Monitoring und Reaktionszeiten, die im Vertrag stehen statt im Prospekt.
Eine Web-Anwendung ist mit dem Go-Live nicht fertig, sie fängt dann erst an, Arbeit zu machen. Betriebssystem, Laufzeitumgebung, Framework und Erweiterungen bekommen laufend Sicherheitsupdates, Zertifikate laufen ab, Datenbanken wachsen, und irgendwann fällt etwas aus. Die Frage ist nicht, ob das passiert, sondern wer es zuerst bemerkt: der Betreiber oder der Kunde.
Hosting allein beantwortet diese Frage nicht. Ein Server, auf dem eine Anwendung läuft, ist die Voraussetzung. Betrieb ist das, was darüber liegt: Updates, die in einer Staging-Umgebung geprüft werden, bevor sie live gehen. Backups, deren Wiederherstellung regelmäßig geübt wird, denn ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Hoffnung. Überwachung, die nicht nur prüft, ob die Startseite antwortet, sondern auch, ob die nächtlichen Jobs gelaufen sind und die Fehlerquote steigt.
Für die Wiederherstellung gibt es zwei Kennzahlen, die jeder Betreiber nennen können sollte. Die erste ist der maximal tolerierbare Datenverlust, also wie alt das letzte Backup im schlimmsten Fall sein darf. Die zweite ist die maximale Ausfallzeit bis zum Wiederanlauf. Beide sind Geschäftsentscheidungen, keine technischen. Sie bestimmen, wie oft gesichert wird, wo die Sicherung liegt und wie viel Bereitschaft nötig ist.
Genauso gehören Reaktionszeiten in den Vertrag und nicht in eine Werbeaussage. Entscheidend ist, was genau zugesagt wird: die erste Rückmeldung, der Beginn der Arbeit oder die Behebung. Und für welche Uhrzeiten. Eine Zusage rund um die Uhr, die in Wahrheit nur die Annahme eines Tickets meint, hilft nachts um drei niemandem.
Dazu kommt die Frage nach dem Standort. Für viele Anwendungen genügt ein Rechenzentrum in Frankfurt. Wo Daten besonders schutzbedürftig sind oder Auftraggeber es verlangen, kommt eine Cloud in Frage, deren Betreiber und Rechenzentren vollständig in Europa liegen. Das ist eine Abwägung zwischen Kosten, Auswahl an Diensten und Rechtsklarheit, und sie sollte bewusst getroffen werden.
Die Artikel unten behandeln diese Bausteine einzeln, von Reaktionszeiten und Backup-Kennzahlen über Staging und Monitoring bis zum Schutz vor Angriffen. Wie dataso das in Paketen umsetzt, steht auf den Seiten zu Managed Hosting, Wartung und Monitoring.
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Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Hosting und Wartung?
- Hosting stellt die Infrastruktur bereit, auf der eine Anwendung läuft. Wartung hält die Anwendung darauf sicher und funktionsfähig: Sicherheitsupdates einspielen, Backups prüfen, Fehler beheben und Kennzahlen im Blick behalten. Ohne Wartung veraltet auch eine gut gehostete Anwendung.
- Wie oft sollte eine Wiederherstellung getestet werden?
- Regelmäßig und mindestens nach jeder größeren Änderung an Datenbank oder Infrastruktur. Nur ein geübtes Zurückspielen zeigt, ob das Backup vollständig ist und wie lange der Wiederanlauf wirklich dauert. Ein nie getestetes Backup ist eine Annahme, keine Absicherung.
- Was sollte eine Reaktionszeit im Vertrag genau regeln?
- Welche Stufe gemeint ist, also erste Rückmeldung, Arbeitsbeginn oder Behebung, und für welche Zeiten sie gilt. Dazu gehört, wie ein Störfall gemeldet wird und wer ihn einstuft. Eine Zusage ohne diese Angaben lässt sich im Ernstfall nicht einfordern.