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Datenhoheit für Handwerksbetriebe: Warum Ihre Betriebsdaten bei europäischen Anbietern sicherer sind

Wer beim US-Anbieter speichert, hat die Entscheidung über seine Kundendaten abgegeben, Server in Frankfurt hin oder her. Was der CLOUD Act für Sie bedeutet und welche Fragen Sie jedem Anbieter stellen sollten.

Dawid SochackiVeröffentlicht am Aktualisiert am 4 Min Lesezeit
Datenhoheit für Handwerker: Warum Ihre Betriebsdaten in europäischen Clouds sicherer sind

Datenhoheit bedeutet, dass Sie als Betriebsinhaber wissen und bestimmen, wo Ihre Kundendaten, Rechnungen und Pläne liegen und wer darauf zugreifen kann. Bei den großen US-Cloud-Anbietern geben Sie diese Kontrolle ab, auch wenn der Server in Frankfurt steht, und die meisten Betriebe merken das erst, wenn ein Kunde nachfragt.

Was Datenhoheit für Ihren Handwerksbetrieb bedeutet

Datenhoheit ist mehr als Datenschutz. Datenschutz regelt, was mit personenbezogenen Daten passieren darf. Datenhoheit heißt, dass Sie über alle Betriebsdaten entscheiden: Kundenlisten, Angebote, Kalkulationen, Baupläne. Bei einem US-Anbieter liegen diese Daten auf Servern, für die der CLOUD Act gilt. Dieses US-Gesetz erlaubt US-Behörden, von US-Unternehmen die Herausgabe von Daten zu verlangen, unabhängig davon, in welchem Land der Server steht, und ohne dass Sie oder Ihre Kunden davon erfahren. Ein Sanitärbetrieb, der seine Kundendaten dort speichert, hat die Entscheidung darüber aus der Hand gegeben.

Warum europäische Anbieter für Handwerksbetriebe sicherer sind

Ein Anbieter mit Sitz in der EU und Rechenzentren in Deutschland oder der EU unterliegt ausschließlich europäischem Recht. Der CLOUD Act greift dort nicht. Seriöse Anbieter sichern im Vertrag zu, dass Daten die EU nicht verlassen, und benennen den Speicherort im Auftragsverarbeitungsvertrag. Für einen Heizungsbaubetrieb, der Adressen, Zahlungsdaten und Zugangsinformationen zu Heizungsanlagen verarbeitet, ist das kein Nebenthema. Es ist die Grundlage dafür, dass er einem Kunden ehrlich sagen kann, wo dessen Daten sind.

DSGVO-Konformität als Pflicht und als Argument

Die DSGVO verlangt von jedem Betrieb, der personenbezogene Daten verarbeitet, ein angemessenes Schutzniveau und den Nachweis darüber. Mit einem US-Anbieter ist dieser Nachweis schwer zu führen, weil Sie den behördlichen Zugriff weder ausschließen noch kontrollieren können. Mit einem europäischen Anbieter erfüllen Sie die Anforderung und können sie gegenüber Kunden belegen. Bei gewerblichen Auftraggebern, Architekten und Bauträgern wird genau dieser Nachweis zunehmend zur Bedingung, bevor ein Auftrag vergeben wird.

Keine Abhängigkeit vom Anbieter

Datenhoheit endet nicht beim Speicherort. Sie umfasst auch die Frage, ob Sie den Anbieter wechseln können. Achten Sie darauf, dass Ihre Daten in offenen Formaten exportierbar sind und dass die Anwendung auf offenen Standards beruht. Ein SHK-Betrieb, dessen Auftragsverwaltung so gebaut ist, zieht bei Bedarf zu einem anderen Anbieter um, ohne seine Daten oder seine Abläufe zu verlieren. Bei vielen großen Anbietern ist genau dieser Umzug absichtlich schwer gemacht.

Souveräne Cloud, Deutschland, KI: die Fragen an jeden Anbieter

Wer im Büro Künstliche Intelligenz nutzt, etwa für Textvorschläge oder Rechnungserkennung, schickt Daten an ein Modell. Genau dort landen Kundendaten häufig doch bei einem US-Dienst, obwohl die Auftragsverwaltung sauber in Deutschland liegt. Stellen Sie deshalb jedem Anbieter, auch dem Ihrer KI-Werkzeuge, dieselben Fragen: Wo steht der Server, wer ist der Betreiber und welchem Recht unterliegt er, werden Eingaben zum Training verwendet, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Speicherort? dataso baut und betreibt KI-Systeme für Betriebe auf Infrastruktur in Deutschland, ohne Nutzung Ihrer Daten zum Training, mit protokollierter Verarbeitung. Wer diese Fragen nicht klar beantwortet, ist nicht souverän, egal was der Prospekt sagt.

So sieht das im laufenden Betrieb aus

Ein Heizungsbaubetrieb betreibt Auftragsverwaltung und Rechnungsstellung bei einem europäischen Anbieter. Die Daten liegen in Deutschland, werden regelmäßig gesichert, und der Inhaber sieht, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat. Fragt ein Bauträger vor der Vergabe, wo die Daten der Eigentümer landen, kann er antworten, mit Vertrag. Ein Wettbewerber mit US-Anbieter kann das nicht. Das entscheidet keinen Auftrag allein, aber es entscheidet immer öfter mit.

Häufige Fragen

Was ist der CLOUD Act und warum betrifft er Handwerksbetriebe?

Ein US-Gesetz, das US-Behörden Zugriff auf Daten erlaubt, die von US-Unternehmen gespeichert werden, auch auf Servern in Europa. Wer Kundendaten bei einem solchen Anbieter speichert, kann diesen Zugriff weder verhindern noch bemerken.

Woran erkennen Sie einen geeigneten europäischen Anbieter?

Sitz in der EU ohne US-Muttergesellschaft, Rechenzentren in Deutschland oder der EU, Speicherort im Vertrag, Verschlüsselung, regelmäßige Sicherungen und Prüfberichte zur Informationssicherheit auf Nachfrage.

Können Sie Daten aus einer US-Cloud umziehen?

In der Regel ja. Voraussetzung sind offene Exportformate. Testen Sie den Export vor dem Wechsel, denn manche Anbieter geben Daten unvollständig heraus. dataso übernimmt solche Umzüge einschließlich der Bereinigung.

Lohnt sich der Wechsel für kleine Betriebe?

Ja. Kleine Betriebe sind bei einem Datenschutzvorfall besonders verletzlich, und der Aufwand für den Wechsel ist überschaubar, wenn die Daten exportierbar sind.

Was Sie jetzt prüfen sollten

Notieren Sie für jede Software in Ihrem Betrieb, auch für KI-Werkzeuge, den Sitz des Anbieters und den Speicherort laut Vertrag. Wo Sie die Antwort nicht finden, haben Sie die Datenhoheit bereits abgegeben. Im kostenlosen Potenzial-Check gehen wir diese Liste mit Ihnen durch und sagen Ihnen, was Sie umziehen sollten und was bleiben kann. Potenzial-Check buchen

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