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Doppelte Datenpflege vermeiden: Wie Schnittstellen Buchhaltung, CRM und Baustellen-App verbinden

Excel als Brücke zwischen App und Buchhaltung ist die teuerste Form der Doppelarbeit. Welche drei Wege es zur echten Verbindung gibt, wie Sie in vier Schritten vorgehen und wo die Hürden liegen.

Dawid SochackiVeröffentlicht am Aktualisiert am 6 Min Lesezeit
Keine doppelte Dateneingabe mehr: Wie API-Integrationen Ihre Systeme nahtlos vernetzen

Doppelte Dateneingabe entsteht, wenn dieselbe Adresse, derselbe Auftrag oder dieselbe Stundenzahl in mehrere Programme getippt wird, weil diese Programme nicht miteinander sprechen. Eine Schnittstelle, eine API, beendet das: Der Stundenzettel aus der Baustellen-App landet ohne Umweg in der Rechnung, der neue Kunde aus dem CRM in der Buchhaltung.

Warum doppelte Dateneingabe mehr kostet als Zeit

Jede Übertragung von Hand ist eine Fehlerquelle. Eine vertauschte Hausnummer, ein Auftrag der falschen Kolonne zugeordnet, ein Stundenzettel, der auf dem Weg vom Bau ins Büro verloren geht. Der Zeitverlust ist das, was auffällt. Teurer sind die Folgen: Rechnungen, die nicht zur Leistung passen, Nachfragen beim Kunden, Skonto, das verfällt, weil die Rechnung zu spät rausging. Und der Zustand, dass drei Programme drei Wahrheiten kennen und niemand weiß, welche stimmt.

Ein Malerbetrieb mit mehreren Kolonnen hat diesen Aufwand einmal eine Woche lang mitgeschrieben. Danach war die Frage nicht mehr, ob eine Schnittstelle gebaut wird, sondern welche zuerst.

Was eine API ist, in einem Absatz

Eine API (Application Programming Interface) ist eine dokumentierte Schnittstelle, über die ein Programm Daten an ein anderes übergibt oder von dort abholt, ohne dass ein Mensch dazwischen sitzt. Schließt der Monteur auf dem Tablet den Stundenzettel ab, sendet die Baustellen-App die Daten an Ihre Auftragsverwaltung, die den Eintrag dem Auftrag zuordnet und für die Rechnung bereitstellt. Erfasst er Materialverbrauch, wird der Lagerbestand angepasst. Die Regeln, was wohin fließt, legen Sie einmal fest. Danach läuft es.

Die drei Systeme, die im Handwerk die meiste Doppelarbeit erzeugen

Buchhaltung, CRM und Baustellen-App verursachen in fast jedem Betrieb die meisten Mehrfacheingaben, weil sie von verschiedenen Personen zu verschiedenen Zeiten gepflegt werden. Die Buchhaltung kennt Rechnungen, Zahlungen und den Steuerberater. Das CRM (Customer Relationship Management) kennt Kontakte, Angebote und die Auftragshistorie. Die Baustellen-App kennt Stunden, Material und Fotos. Ohne Verbindung wird ein neuer Kunde dreimal angelegt, und jede Rechnung wird aus Zetteln zusammengesucht. Mit Verbindung entsteht der Kunde einmal im CRM und ist überall bekannt, und die Stunden aus der App liegen in der Lohnabrechnung, ohne dass jemand sie abtippt.

Prozesse digitalisieren statt Excel als Brücke zwischen den Systemen

Viele Betriebe haben die Lücke zwischen ihren Programmen längst geschlossen: mit Excel. Export aus der App, Umsortieren in der Tabelle, Import in die Buchhaltung. Das funktioniert, bis eine Spalte verschoben ist oder die Person, die das Makro kennt, im Urlaub ist. Excel als Brücke ist die teuerste Form der Doppelarbeit, weil sie automatisiert aussieht und trotzdem an einer Person hängt.

Für die echte Verbindung gibt es drei Wege. Der erste: Sie wechseln auf Programme, die dokumentierte Schnittstellen mitbringen, und verbinden sie direkt. Das ist der sauberste Weg, wenn der Wechsel ohnehin ansteht. Der zweite: eine Middleware, also ein Dienst, der zwischen zwei Programmen übersetzt. Schnell eingerichtet, aber Sie haben einen weiteren Anbieter im Spiel, über dessen Server Ihre Kundendaten laufen. Der dritte: eine eigens gebaute Schnittstelle, die genau Ihre Datenflüsse abbildet. Aufwendiger am Anfang, dafür gehört sie Ihnen und macht genau das, was Ihr Ablauf braucht. Wir empfehlen den dritten Weg, sobald mehr als zwei Systeme beteiligt sind oder ein Altsystem ohne Schnittstelle dabei ist.

So gehen Sie vor: vier Schritte

Analyse. Schreiben Sie auf, welche Daten zwischen welchen Programmen fließen müssen: Kundenstammdaten vom CRM in die Buchhaltung, Angebote vom CRM in die Buchhaltung, Stunden von der App in Lohnabrechnung und Auftragsverwaltung, Material von der App in die Buchhaltung. Diese Liste ist kurz, aber sie entscheidet alles Weitere.

Prüfung. Klären Sie für jedes Programm, ob es eine dokumentierte Schnittstelle hat. Moderne Buchhaltungs- und Baustellenprogramme haben das in der Regel. Alte, geschlossene Systeme oft nicht. Dann muss eine Schnittstelle gebaut oder das Programm ersetzt werden.

Umsetzung. Ein Entwickler richtet Authentifizierung, Datenformate und Fehlerbehandlung ein. Der letzte Punkt wird gern vergessen: Was passiert, wenn die Buchhaltung gerade nicht erreichbar ist? Die Daten dürfen nicht verloren gehen, sie müssen später nachgeliefert werden.

Test. Lassen Sie den Datenfluss auf einer Baustelle parallel zum alten Weg laufen und vergleichen Sie am Ende der Woche. Erst wenn beide Wege dasselbe Ergebnis liefern, wird der alte abgeschaltet.

Typische Hürden und wie Sie sie lösen

Inkompatible Datenformate sind die häufigste Hürde: Ein Programm liefert Daten als CSV, das andere erwartet JSON, und die Datumsformate unterscheiden sich. Eine Übersetzungsschicht in der Schnittstelle löst das einmal, danach für immer. Fehlende Dokumentation ist die zweite Hürde, typisch für ältere Programme. Hier lohnt die Frage, ob dieses Programm noch eine Zukunft hat. Die dritte Hürde ist Sicherheit: Kundenadressen und Rechnungsdaten laufen über die Verbindung. Verschlüsselte Übertragung, Zugriffsschlüssel mit begrenzten Rechten und ein Protokoll, wer wann was übertragen hat, sind Pflicht, keine Option.

Warum jemand die gesamte Landschaft im Blick haben sollte

Schnittstellen, die nacheinander von verschiedenen Leuten gebaut wurden, brechen bei der ersten größeren Änderung zusammen. Wenn die Buchhaltung ein Update bekommt oder ein neues Programm dazukommt, sollte klar sein, welche Verbindungen betroffen sind. Jemand muss die Landschaft kennen, Abhängigkeiten dokumentieren und auf offene Standards bestehen, damit Sie kein Programm behalten müssen, nur weil die Schnittstelle daran hängt. dataso baut solche Verbindungen für Handwerksbetriebe und betreibt sie; Daten und Quellcode gehören dem Betrieb.

Häufige Fragen

Können Sie Ihre bestehende Software weiter nutzen?

Meist ja, wenn sie eine Schnittstelle hat oder sich eine bauen lässt. Der Austausch lohnt nur, wenn das Programm ohnehin am Ende ist.

Was kostet eine Schnittstelle?

Das hängt an der Zahl der Systeme und daran, ob Dokumentation vorliegt. Rechnen Sie dagegen, wie viele Stunden pro Woche heute für Abtippen und Korrigieren draufgehen. Bei den meisten Betrieben mit mehr als einer Kolonne ist die Antwort eindeutig.

Sind die Daten während der Übertragung sicher?

Ja, wenn die Verbindung verschlüsselt ist, Zugriffsschlüssel nur die nötigen Rechte haben und die Server in Deutschland oder der EU stehen.

Was Sie jetzt tun können

Nehmen Sie einen Auftrag der letzten Woche und zählen Sie, wie oft seine Daten eingetippt wurden: bei der Anfrage, im Angebot, auf dem Stundenzettel, in der Rechnung. Diese Zahl ist Ihr Ausgangspunkt. Im kostenlosen Potenzial-Check, eine halbe Stunde, gehen wir Ihre Programme mit Ihnen durch und sagen Ihnen, welche Verbindung zuerst gebaut werden sollte. Potenzial-Check buchen

  • Fachbereichs- und Prozessverantwortliche

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