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Insights

Hybride Cloud-Strategie: Wie Sie Public und Private Cloud kombinieren, ohne die Hoheit über Ihre Daten zu verlieren

Public Cloud für die Lastspitze, Private Cloud für die sensiblen Daten: Das Konzept ist klar. Woran hybride Vorhaben scheitern, ist der Betrieb der privaten Hälfte. Ein Plan in fünf Schritten.

Dawid SochackiVeröffentlicht am Aktualisiert am 5 Min Lesezeit
Hybride Cloud-Strategie: Wie Sie die Vorteile von Public und Private Cloud optimal nutzen

Eine hybride Cloud-Strategie hält sensible Daten und geschäftskritische Systeme in einer Private Cloud unter eigener Kontrolle und nutzt die Public Cloud dort, wo Last schwankt und Daten unkritisch sind. Für IT-Leitungen in regulierten Unternehmen ist das der Weg, Vorgaben einzuhalten und trotzdem nicht für jede Lastspitze eigene Hardware vorzuhalten.

Was eine hybride Cloud-Strategie ist und wann sie sich lohnt

Hybrid heißt: Dienste großer Public-Cloud-Anbieter und eine Private-Cloud-Umgebung, im eigenen Rechenzentrum oder bei einem europäischen Anbieter, werden über eine gemeinsame Orchestrierungsebene betrieben. Der Nutzen entsteht durch die Trennung nach Datenklasse. Ein Logistikunternehmen hält Stammdaten und nachweispflichtige Sendungsinformationen in einer Private Cloud in Deutschland, während die Sendungsverfolgung für Kunden, die im Weihnachtsgeschäft ein Vielfaches der üblichen Anfragen bekommt, in der Public Cloud skaliert. Die sensiblen Daten bleiben unter Kontrolle, die Skalierungskosten fallen nur an, wenn die Last da ist. Wer keine schwankende Last und keine unkritischen Daten hat, braucht die Hybridvariante nicht. Dann ist eine gut betriebene Private Cloud die einfachere Antwort.

Drei Grundsätze einer tragfähigen hybriden Architektur

Arbeitslasten nach Datenklasse trennen

Am Anfang steht die Einordnung aller Daten und Anwendungen nach Sensibilität und regulatorischer Anforderung. Erst dann lässt sich sagen, was in welche Umgebung gehört. Ein Finanzdienstleister hält Transaktionsdaten nach den Vorgaben der BaFin und der Datenschutz-Grundverordnung in der Private Cloud, während ein Werkzeug für die interne Zusammenarbeit in der Public Cloud laufen darf. Diese Einordnung ist keine einmalige Übung. Jede neue Anwendung durchläuft sie, sonst wandern Daten unbemerkt in die falsche Umgebung.

Eine Verwaltungsebene für beide Welten

Eine hybride Architektur lebt davon, dass Arbeitslasten zwischen den Umgebungen verschoben werden können, ohne dass Entwicklung und Betrieb die Grenze spüren. Dafür braucht es Container, eine Orchestrierungsplattform wie Kubernetes und ein API-Gateway, das die Zugriffe bündelt. Ein Produktionsunternehmen verarbeitet Maschinendaten in der Private Cloud vor und lässt Auswertungen in der Public Cloud laufen. Wir setzen dabei auf offene Standards, damit die Architektur nicht an einen Anbieter gebunden ist und Daten wie Code jederzeit umziehen können.

Sicherheit endet nicht an der Umgebungsgrenze

Identitäts- und Zugriffsverwaltung, Verschlüsselung und Monitoring müssen über beide Umgebungen hinweg gleich sein. Ein Finanzunternehmen betreibt seine Kernsysteme in der Private Cloud und die mobile Anwendung für Kunden in der Public Cloud; zentrale Protokollierung und eine Lösung für Security Information and Event Management (SIEM) decken beides ab. So werden Vorfälle erkannt, bevor sie die Grenze zwischen den Welten überschreiten, und die Nachweise für Prüfungen entstehen an einer Stelle.

Managed Hosting mit SLA, Deutschland als Speicherort: Wer betreibt die Private Cloud?

Die Public-Cloud-Seite betreibt der Anbieter. Die Private-Cloud-Seite betreibt jemand aus Ihrem Haus, oder niemand so richtig. Genau hier scheitern hybride Vorhaben in der Praxis: Die sensible Hälfte der Architektur hängt an zwei Administratoren, die auch noch das Netzwerk und die Arbeitsplätze betreuen. Sicherheitsupdates warten, Wiederherstellungstests fallen aus, und im Störfall ist unklar, wer entscheidet. Ein Managed Hosting mit vertraglich festgelegten Reaktionszeiten, Monitoring rund um die Uhr, Sicherheitsupdates und Sicherungen auf Infrastruktur in Deutschland schließt diese Lücke, ohne dass Sie eigene Hardware kaufen müssen. Unsere Grenze benennen wir offen: Die Reaktionszeit garantieren wir, die Lösung erfolgt nach bestem Bemühen. Was in einen solchen Vertrag gehört, steht im Beitrag SLA-Reaktionszeiten verstehen.

Der Weg zur hybriden Cloud in fünf Schritten

Bestandsaufnahme und Einordnung

Inventarisieren Sie alle Anwendungen, Daten und Arbeitslasten und bewerten Sie jede nach Kritikalität, Vorgaben und Skalierungsbedarf. Ein Assessment der bestehenden Landschaft deckt technische Schulden auf und liefert die Reihenfolge für die Migration.

Architekturprinzipien und Anbieterwahl

Legen Sie fest, welche Daten die Private Cloud nie verlassen: personenbezogene Daten, Geschäftsgeheimnisse, nachweispflichtige Transaktionen. Wählen Sie Public-Cloud-Dienste mit den geforderten Nachweisen wie ISO 27001 und europäischem Vertragspartner, und für die Private Cloud einen souveränen Anbieter aus Deutschland oder der EU.

Netz und Sicherheit aufbauen

Richten Sie eine dedizierte Verbindung zwischen beiden Umgebungen ein, um Latenz zu senken und den Datenverkehr zu kontrollieren. Eine Zero-Trust-Architektur mit Mikrosegmentierung stellt sicher, dass ein kompromittierter Dienst in der Public Cloud nicht bis zu den Kernsystemen durchgreift.

Schrittweise migrieren

Beginnen Sie mit unkritischen Arbeitslasten, etwa Test- und Entwicklungsumgebungen, und sammeln Sie Erfahrung, bevor produktive Systeme folgen. Container und eine einheitliche Orchestrierung machen die Migration umkehrbar.

Betrieb, Monitoring, Anpassung

Ein zentrales Monitoring überwacht Kosten, Antwortzeiten und Sicherheitsvorfälle in beiden Umgebungen. Prüfen Sie die Verteilung der Arbeitslasten regelmäßig: Viele Unternehmen senken ihre Infrastrukturkosten spürbar, sobald Test- und Entwicklungsumgebungen aus der Private Cloud in die Public Cloud wandern und die Produktion dort bleibt, wo sie hingehört.

Häufige Fragen

Was unterscheidet eine hybride Cloud von einer Multi-Cloud?

Eine hybride Cloud kombiniert eine Private Cloud mit einer Public Cloud. Eine Multi-Cloud nutzt mehrere Public-Cloud-Anbieter nebeneinander, meist um Abhängigkeiten zu vermeiden oder spezielle Dienste zu nutzen. Wer sensible Daten selbst hosten muss, braucht die hybride Variante.

Welche Vorgaben lassen sich damit einhalten?

Die Datenschutz-Grundverordnung, Anforderungen der BaFin, der Digital Operational Resilience Act (DORA) und NIS-2, sofern sensible Daten in der Private Cloud bleiben und nur unkritische oder anonymisierte Daten in die Public Cloud gehen. Der Betriebsvertrag für die Private Cloud ist Teil des Nachweises.

Wie vermeiden Sie Abhängigkeit von einem Anbieter?

Durch offene Standards wie Kubernetes, Infrastruktur als Code und offene Schnittstellen, und durch Anwendungen, die nicht an anbieterspezifische Dienste gebunden sind. Bei uns gehören Daten und Code dem Kunden und sind jederzeit übertragbar.

Wie lange dauert die Einführung?

Ein erster Nachweis mit einer unkritischen Anwendung ist in wenigen Wochen möglich. Die vollständige Migration hängt von der Größe der Landschaft ab und wird im Assessment mit einem Zeitplan versehen.

Schreiben Sie für Ihre fünf wichtigsten Anwendungen auf, wo sie heute laufen, wie sensibel ihre Daten sind und wer den Betrieb verantwortet. Diese Tabelle bringen Sie mit in den Potenzial-Check, eine halbe Stunde, kostenlos. Wir sagen Ihnen, welche Anwendung in welche Umgebung gehört und wo der Betrieb heute niemandem gehört. Potenzial-Check buchen

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